Astrofotografie Sternbilder

Jagdhunde - Canes Venatici (CVn)

Beste Sichtbarkeit (obere Kulmination) um Mitternacht ist am 7. April.

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Beschreibung

Die Jagdhunde sind ein wenig auffälliges Sternbild unterhalb der Deichsel des Großen Wagen (bzw. unterhalb des Schwanzes des Großen Bären). Sie werden durch die Sterne α (Cor Caroli) und β Canum Venaticorum gebildet. Cor Caroli ist mit einer scheinbaren Helligkeit von 2,90m auffallend hell.

In den Jagdhunden befinden sich mehrere Galaxien und ein Kugelsternhaufen, die in den Messierkatalog aufgenommen wurden.



Geschichte

Die Jagdhunde waren in der Antike kein eigenes Sternbild, sondern wurden dem Großen Bären zugerechnet. Auf alten Abbildungen werden die Sterne α und β als die Jagdhunde Chara (Freude) und Asterion (der Sternreiche) des Bärenhüters dargestellt.

Als eigenständiges Sternbild wurden die Jagdhunde erst ab 1690 durch den Himmelsatlas von Johannes Hevelius eingeführt.

Der hellste Stern, α Canum Venaticorum, trägt die Bezeichnung Cor Caroli (lat. Herz des Karl). Zum Ursprung des Namens existieren zwei Versionen.

So soll er an die englischen Könige Karl I. und Karl II. erinnern. Karl I. wurde im Jahre 1649 hingerichtet. Als sein Sohn Karl II. 1660 den Thron bestieg und damit die Dynastie der Stuarts fortsetzte, soll der Stern nach Aussage des Hofphysikers Sir Charles Scarborough besonders hell geleuchtet haben. Der englische Kartograf Francis Lamb stellte den Stern 1673 in einer Sternkarte als gekröntes Herz dar und nannte ihn Cor Caroli Regis Martyris.

Einer anderen Quelle nach ehrte der Hofastronom Edmond Halley Karl II. anlässlich der 1675 stattgefundenen Eröffnung der Sternwarte Greenwich.



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Quellenangabe

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